StreitClub

StreitClub #18
Medienkrise – Erlischt das ‚Lagerfeuer der Nation?

Montag, 15. Juni 2026, 19.30 Uhr

Nicole Deitelhoff und Michel Friedman begrüßen Anne Hähnig (ZEIT) und Tilo Jung (Jung & Naiv)

Schulklasse: Gymnasium Nord (Westhausen)

Worum geht es an dem Abend?

Metaphorisch galt in Deutschland lange Zeit die ‚Tagesschau‘ als das mediale Lagerfeuer: Um 20 Uhr versammelten sich die Bundesbürger:innen vor ihren Endgeräten, blickten zusammen darauf, ‚was ist‘, und konnten sich am Folgetag darüber verständigen. Wenige Vorstellungen wirken heute so angestaubt! Nicht nur steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch interne Skandale sowie die politische Kritik an Einseitigkeit und ‚false balancing‘ im Kreuzfeuer. Ganz allgemein haben sich Koordinaten der medialen Verständigung verschoben: Streaming-Plattformen, Social Media und Algorithmen stehen den traditionellen Ideen von Gleichzeitigkeit, Linearität und Faktizität entgegen. Der Lokaljournalismus stirbt, während die Podcasts florieren. Und spätestens mit Donald Trump und Elon Musk scheint die mediale Aufmerksamkeitslogik gehackt worden zu sein – und jetzt auch noch KI! Wir fragen: Ist das mediale ‚Lagerfeuer der Nation‘ endgültig erloschen? Oder gibt es den geteilten gesellschaftlichen Erfahrungsraum noch? Und falls ja, wo? Wie können demokratische Gesellschaften erfolgreich durch den medialen Umbruch navigieren? Und welche Strukturen, Formate und Strategien braucht es dafür?


StreitClub #19
Extremismus – Lässt sich die Demokratie beschützen?

Montag, 07. September 2026, 19.30 Uhr

Nicole Deitelhoff und Michel Friedman begrüßen Hasnain Kazim (Autor) und Matthias Quent (Rechtsextremismusforscher)

Schulklasse: Georg-Büchner-Gymnasium (Bad Vilbel)

Worum geht es an dem Abend?

Im Fokus des StreitClubs am 7. September steht insbesondere die Problematik des Rechtsextremismus, die sich einen Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt absehbar aufdrängen wird: Was kennzeichnet demokratische und undemokratische Politikverständnisse? Was treibt die aktuelle Ablehnung demokratischer Institutionen an? Und was bewirkt die Zustimmung, die rechtsextreme Parteien, Positionen und Politikprojekte erhalten? Wie kann der strukturelle Umgang mit einer AfD aussehen, die – nach heutigen (April 2026) Prognosen – circa 40 Prozent der Stimmen gewinnen wird? Wie begegnet man ihren Wähler:innen? Und welche Verantwortung trifft andere politische Parteien, Zivilgesellschaft, Medien und Justiz mit Blick auf den rechtsextremen Aufschwung? Oder ist eigentlich doch alles halb so besorgniserregend und der Wunsch, kraftvoll ‚gegen rechts‘ vorzugehen, ist einem demokratischen Miteinander am Ende sogar selbst abträglich?